freunde essen im garten unter einem baum

Alpine Küche

Die alpine Region als einzigartiger Natur- und Kulturraum verbindet nicht nur unterschiedliche Sprachen und Kulturen, sondern vor allem auch herausragende Persönlichkeiten, Köche und Produzenten, die sich alle den einzigartigen natürlichen Ressourcen des Alpenraums bedienen. Diese besondere kulinarische Kompetenz zu vermitteln und touristisch zu nützen, ist für die SLTG ein strategisches Leitthema für die kommenden Jahre.

 

Der Alpenraum zählt zu den vielseitigsten Kulturlandschaften Europas – geografisch, aber auch kulinarisch gesehen. Vom Alpenvorland bis in die Täler, von den Almen bis in die Wälder alpiner Höhenlagen, vom mediterranen bis ins pannonische Klima finden sich hier verschiedene Vegetationszonen, die im Laufe der Zeit eine Vielzahl Produkten, Tierrassen, Obstsorten und Verarbeitungstechniken hervorgebracht hat.  

Vorangehen bei länderübergreifender Zusammenarbeit 

Die Alpine Küche mit ihren authentischen und hochwertigen Grundprodukten, ihren traditionellen Herstellungs- und Verarbeitungstechniken und ihrer Kreativität hat das Potenzial, eine international maßgebliche Kulinarik-Stilrichtung zu werden. Das SalzburgerLand ist Vorreiter dabei, die kulinarischen Traditionen im Alpenraum nicht nur regional, sondern auch international bekannt und begehrt zu machen. Die 2009 präsentierte Via Culinaria ist ein Erfolgsprojekt, mit dem die SLTG Urlaub und Kulinarik schon verknüpfte, als es noch kein globales Trendthema war. Da lag es nahe, die Alpine Küche, die in ihren unterschiedlichen regionalen Ausprägungen für den gesamten Alpenraum steht, breiter zu denken und bei der Positionierung dieses Themas im Rahmen einer länderübergreifenden Zusammenarbeit voranzugehen.  

Bedeutung von Kulinarik als Urlaubsmotiv steigt 

Ziel ist es, eine selbstbewusste und eigenständige Alpine Küche international sichtbarer zu machen und damit als Urlaubsdestination zusätzliche Attraktivität zu gewinnen. Immerhin geht die Entscheidung, wo man seine Ferien verbringt, auch durch den Magen: Umfragen zeigen, dass zwei Drittel aller Gäste im SalzburgerLand in ihrem Urlaub regionale und traditionelle Speisen verkosten wollen. Das Kulinarik-Erlebnis ist ein Urlaubsmotiv, das gerade in Zeiten, in denen das Bewusstsein für gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Qualität steigt, einen wachsenden Stellenwert bekommt.   

Alpine Küche als Leitprojekt der ARGE ALP 

Die Initiative zur Positionierung der Alpinen Küche im Rahmen eines Netzwerks im Alpenraum ging von der SLTG aus. Unter dem Vorsitz des Landes Salzburg wurde die Alpine Küche zu einem Leitprojekt der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer Arge ALP. Im Frühjahr 2020 startete unter Salzburger Federführung die Kooperation zwischen Tirol, Vorarlberg, Tessin, Graubünden, St. Gallen, Südtirol, Lombardei, Trentino und Bayern.  

Hochwertige Medienkooperationen 

Eine 90-minütige Spezialsendung im Rahmen der ServusTV-Reihe „Heimatleuchten“ unter dem Titel „Der Geschmack der Alpen“, die im März 2021 erstmals ausgestrahlt wurde, war ein weithin sichtbares Zeichen der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen der Arge ALP. Parallel dazu wurde auch die in einer Kooperation von SLTG und ServusTV gestaltete Dokumentation „Heimatleuchten: So schmeckt das SalzburgerLand“ produziert. Im April 2021 erschien unter dem Titel „Neue Alpine Küche“ ein Special des im deutschsprachigen Raum führenden Kulinarikmagazins Falstaff, das im Rahmen eines exklusiven Abends im Restaurant Steirereck mit den Spitzenköchen Heinz ReitbauerKarl und Rudi Obauer und Andreas Döllerer präsentiert wurde. Zu den Gästen an diesem Abend zählten u.a. Bundesminister Martin Kocher, Nationalratsabgeordneter Peter Haubner und zahlreiche hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Kulinarik und Medien. 

„Quintessenz“ als Manifest der Alpinen Küche 

Ein Leuchtturmprojekt sind die „Festspiele der Alpinen Küche“, die im Herbst 2020 zum zweiten Mal in Zell am See über die Bühne gingen. Zwar musste die Veranstaltung bedingt durch die Corona-Pandemie in verkleinertem Rahmen stattfinden, sie hat dadurch jedoch nicht an Strahlkraft verloren. Ganz im Gegenteil: Die Präsentation der „Quintessenz“ als Manifest der Alpinen Küche hat große Aufmerksamkeit auf sich gezogen.  

Zur Formulierung der „Quintessenz“ haben alle relevanten Institutionen und Organisationen sowie führende Köche und Genusshandwerker beigetragen. Die zehn Leitsätze der „Quintessenz“ heben die Bedeutung des Erhalts des Lebensraums durch nachhaltige Nutzung, die Stärkung der regionalen Wertschöpfung, die Verwendung alpiner Lebensmittel und traditioneller Rezepte ebenso hervor wie Saisonalität, Regionalität, Aus- und Weiterbildung sowie innovative Zugänge zu traditionellen Rezepten. 

Genussweg für Wirtshauskultur 

Die Kompetenz des SalzburgerLandes als Destination für kulinarischen Genuss zeigt auch der Via Culinaria Guide. Estmals im Jahr 2009 erschienen, wurde im Frühjahr 2021 bereits die siebte Auflage dieses Kulinarikführers mit über 330 sorgfältig ausgewählten kulinarischen Adressen im SalzburgerLand – vom Bio-Hotel über den Edelbrenner bis hin zum Dorfbäcker oder zur Almhütte – vorgestellt. Auch die Zahl der Genusswege ist gestiegen: Der neue, bereits zehnte Genussweg widmet sich der Salzburger Wirtshauskultur. Er stellt 27 besonders authentische und alpin-kulinarisch empfehlenswerte Salzburger Wirtshäuser in allen Salzburger Gauen vor.   

Starke Rückendeckung für das Projekt auf vielen Ebenen 

Über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Alpenländer hinaus erhält das Projekt Alpine Küche auch auf vielen weiteren Ebenen starke Rückendeckung. National forcieren sowohl der „Masterplan Tourismus“ der österreichischen Bundesregierung als auch die „Strategie Kulinarik Österreich“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus die Bemühungen, den Alpenraum als kulinarische Spitzendestination in Europa zu festigen.  

Eine breite Allianz trägt die Initiative Alpine Küche aber auch auf regionaler Ebene, wo die SLTG eng mit der Landwirtschaft, der Wirtschaftskammer, dem Agrarmarketing oder der Politik zusammenarbeitet. Durch diese Kooperationen sind Gütesiegel wie das SalzburgerLand Herkunfts-Zertifikat entstanden. Einen regen Austausch gibt es auch mit dem Verein „Land schafft Leben“. Tourismus und Landwirtschaft hängen eng zusammen, die Tatsache, dass das SalzburgerLand beim Anteil der biologisch wirtschaftenden Bauern europaweit führend ist, kommt auch bei den potenziellen Gästen gut an.  


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